Geschichte VS Festenburg

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Am 14. Mai 1869 wurde das Reichsvolksschulgesetz kundgemacht und trat am 1. Oktober 1869 in Kraft. Das "Protokoll der Geschäftsübergabe" der Schule datiert vom 22. September 1869. Es hält fest, dass seit jeher das Schulzimmer und die Wohnung des Lehrers in den Räumen rechts vom Haupteingang zur Burg lagen. Laut Aussage des am 12. Dezember 1868 angestellten Lehrers Matthias Weinknecht besuchten 29 Knaben und 27 Mädchen im Jahr 1869 die Schule.

Die steigende Zahl der schulbesuchenden Kinder machte die Schulraumnot auf der Festenburg immer prekärer, worauf mit Schreiben vom 17. November 1892 der Bezirksschulrat Friedberg an das Stift Vorau (= Besitzer der Festenburg) mit der Bitte herantrat: "Infolge der vielen Übelstände des Lehrerzimmers für die einklassige Volksschule in Festenburg wurde in Anregung gebracht, für Unterrichtszwecke die Überlassung der sogenannten Taverne in Festenburg anzustreben." Das Stift Vorau hat zwar einer Überlassung bzw. Adaptierung der Taverne für Schulzwecke zugestimmt, doch konnten sich der Orts- und der Bezirksschulrat für einen Neubau in Tavernennähe bis 1899 nicht einigen. So kam man letztlich von diesem Plan wieder ab, verwirklichte aber innerhalb kurzer Zeit den Schulhausneubau in Demmeldorf, wohin die einklassige Volksschule im Jahr 1902 übersiedelte. Sie ist dort bis heute – nach mehreren Zu- und Umbauten (1967) – untergebracht.

Hinsichtlich der großen Verdienste des langjährigen Pfarrers von Festenburg, Dr. Ottokar Kernstock, um das Wohl dieser Schule gab der Landesschulrat für Steiermark mit Erlass vom 15. April 1931 dem Beschluss des Ortsschulrates von Festenburg vom 16. Juni 1929 statt, dieser Volksschule den Namen "Dr. Ottokar Kernstock-Volksschule" zu verleihen, den sie seither führt.

Im Jahre 1988 wurde im Dachgeschoss ein Werkraum ausgebaut, am 24. Oktober 1999 wurde der Proberaum der Trachtenkapelle Festenburg - ebenfalls im Dachgeschoss untergebracht - eröffnet.

 Die Fassade des Schulhauses wurde im Sommer 2008 renoviert. Im Zuge dessen gestalteten die Schüler im BE- Unterricht lebensgroße Figuren in Anlehnung an den Künstler Keith Haring, die im Eingangsbereich angebracht wurden.